Tinnitus/Myoarthropathien
Was versteht man unter Tinnitus?
Bei Tinnitus handelt es sich um ein Symptom, das den Patienten subjektive Ohrgeräusche unterschiedlicher Qualität und Lautstärke wahrnehmen lässt. Der Tinnitus tritt ein- oder beidseitig auf und kann die Hörfunktion stark beeinträchtigen.
Was ist eine Myoarthropathie?
Die Myoarthropathie ist eine Erkrankung der Kaumuskulatur und des Kiefergelenkes. Durch Zähneknirschen und -pressen (sogenannte Parafunktionen) entstehen Verspannungen der Kaumuskulatur (vergleichbar mit einem Muskelkater).
Eine Fehlbelastung der Kiefergelenke (Dysfunktion) kann dabei zu Kiefergelenkknacken und -schmerzen führen. Die Myoarthropathie kann aber auch durch körperliche Fehlbelastung (z. B. durch eine ungünstige Arbeitshaltung) oder Stress hervorgerufen werden. Letztendlich ist dieses Krankheitsbild häufig mit Kopfschmerzen, Migräne und Tinnitus verbunden.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen Tinnitus und Myoarthropathien?
Zwischen Tinnitus und Myoarthropathien besteht in vielen Fällen ein medizinischer Zusammenhang. Zähneknirschen und -pressen (Bruxismus) verursachen zum einen schmerzhafte Verspannungen der Kau-, aber auch der tiefen Hals- und Schultergürtelmuskulatur bis hinunter in den Lendenbereich. Redensarten wie „sich durch’s Leben beißen“ oder „auf die Zähne beißen“ kennt jeder, Betroffene leiden oft unter massiven Einschränkungen des Allgemeinwohlbefindens und müssen in ihrem täglichen Leben deshalb starke Einschränkungen hinnehmen. Das darf nicht sein! Wir helfen Ihnen, Ihr altes Leben zurückzugewinnen.
Wie erfolgt die Diagnostik?
Neben einer ausführlichen Anamnese (Krankheitsgeschichte) kümmern wir uns in unserer Tübinger Praxis zuerst um die Diagnostik der Kaumuskulatur und Kiefergelenke. Dabei werden unter anderem folgende Befunde systematisch untersucht und dokumentiert:
- schmerzhafte Muskelveränderungen (Druckdolenzen)
- mögliche Kiefergelenkgeräusche
- der Biss auf Okklusionsstörungen (z. B. Vorkontakte von Füllungen)
- Abrasionen bzw. Schliffspuren der Zähne
Die aktive Mitarbeit der Patientinnen und Patienten spielt in dieser Phase eine wichtige Rolle. Durch Ihre Selbstbeobachtung der Parafunktionen (z. B. Knirschen oder Pressen) können wir diese detailliert analysieren und gemeinsam an einer Verringerung arbeiten.
Welche Therapiemöglichkeiten kommen zum Einsatz?
Die Therapie erfolgt individuell abgestimmt und kombiniert verschiedene Maßnahmen. Dazu gehören:
- Übungen zur Selbstmassage der verspannten Kaumuskulatur
- die Anfertigung einer Aufbiss- bzw. Knirscherschiene zur Entlastung von Muskulatur und Kiefergelenken
Parallel zu diesen Maßnahmen empfehlen wir eine physiotherapeutische bzw. osteopathische Behandlung mit intraoraler Massage der Kau-, Hals- und Nackenmuskulatur. Dass diese Methoden durchaus erfolgsversprechend sind, zeigt unsere langjährige Therapieerfahrung!
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